Liebe Freunde und Förderer,

wir freuen uns sehr, dass auch der 2. Hilfstransport im Jahr 2019 voll beladen werden konnte und wohlbehalten am 13. Dezember sein Ziel in Cluj in Rumänien erreicht hat. Auch diesmal bestand die Ladung vor allem aus Lebensmitteln, nämlich gut zwölf Tonnen Konservengemüse, wie Rotkohl und Sauerkraut und fast zwei Tonnen Marmelade und Brotaufstrich.

Die Mitarbeiter der Sozialstation werden in den nächsten Monaten diese Nahrungsmittel an Bedürftige verteilen und ihnen damit helfen, sich einigermaßen gesund und ausreichend ernähren zu können. Die Einrichtung einer Tafel, wie wir sie kennen mit Lebensmittelspenden aus der eigenen Region, gibt es in Cluj nicht und scheint wegen der hartnäckigen Weigerung der in Frage kommenden Spender auch kaum umsetzbar.

Besondere Freude werden zwei Paletten mit Hygieneartikeln und Windeln für Kleine und Große auslösen, da sie zu den Artikeln gehören, die mit den geringen Einkommen nur schwer zu finanzieren sind. Auch die große Menge an warmer Kleidung und warmen Decken wird helfen, wenn die Heizung wegen Knappheit im Portemonnaie mal wieder abgestellt werden muss.

„Heute war ein wunderschöner Tag,“ schreiben Dana und Marcella, die beiden Sozialarbeiterinnen vor Ort. „Mehr als 110 Menschen aus der von uns betreuten Gruppe sind zu unserer Weihnachtsfeier gekommen. Wir haben zusammen Weihnachtslieder gesungen und das gemeinsame Essen, das unsere Freiwilligen vorbereitet hatten, genossen. Die Kinder haben sich riesig gefreut, als sie die schön verpackten Weihnachtsgeschenke gesehen haben.“

„Wir haben jedem Kind ein Weihnachtspäckchen überreichen können und es war so schön ihre strahlenden Gesichter zu sehen. Wir sind voller Dankbarkeit für diesen ganz besonderen Tag, der ein Tag voller Geschenke für uns war.“

Ganz besonders dankbar sind wir unserem Spediteur Leon Rasvanta für seine großartige Unterstützung. Er hat uns in den vergangenen Jahren schon mehrfach den „Weihnachtstransport“ gespendet und damit ganz erheblich unsere Kassen geschont und uns ein sorgenfreies „Weitermachen“ ermöglicht. Zum letzten Weihnachtsfest hat er zudem den kostenlosen Transport von Lebensmitteln zum Alten- und Kinderheim in Bistritia übernommen und persönlich Lebensmittelpakete an zahlreiche arme Familien in seiner alten Heimat verteilt. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese wunderbare Weihnachten.“

In Sri Lanka konnten wir schon häufiger mit relativ kleinem Geld erhebliche Verbesserungen schaffen. Als Anustithan, eines unserer Patenkinder wegen des Verdachts auf Denguefieber in der Kinderabteilung des dortigen Gesundheitszentrums lag, hat unser Projektpartner Arul Ananadarajah bei seinem Besuch erfahren, dass die Mütter, wenn sie dort über Nacht bei ihren Kindern bleiben möchten, auf dem Boden schlafen. Er hat daraufhin mehrere Schlafmatten besorgt und sich näher nach der medizinischen Ausstattung erkundigt.

 In Sri Lanka ist die medizinische Versorgung für die Patienten grundsätzlich kostenlos. In den Ortschaften um Valaichenai gibt es neun Gesundheitszentren. Fast jeder holt sich hier ärztliche Hilfe, denn kaum jemand verfügt über die Mittel, um einen Privatarzt oder Spezialisten konsultieren zu können. Zu dem Aufgabenbereich dieser Zentren gehört insbesondere die Vorsorge für Kinder und Schwangere. Wie sich herausstellte gab es insgesamt nur zwei in die Jahre gekommene Sets mit jeweils einem Blutdruckmessgerät, Stethoskop und Fetoskop, das alle neun Zentren abwechselnd benutzen. Hier konnten wir mit dem Zukauf weiterer medizinischer Artikel den Wünschen entsprechen und den Krankenhausalltag wesentlich erleichtern.

„Das ist für uns ein großer Schatz“, so nannte der verantwortliche Arzt im Bezirkskrankenhaus in Batticaloa eine Spende aus Deutschland. Mit diesen Worten drückte er seine Freude über eine größere Menge neuer medizinischer Scheren und Pinzetten aus und freute sich über die gute Qualität und Verarbeitung dieser Produkte. Sie wurden inzwischen den passenden Abteilungen zugeteilt, die sich ebenfalls herzlich für die ungewohnt neuen und hochwertigen Arbeitsmittel bedankten.

Zu unserem  Humanisierungsprogramm, einer Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung im AHSRAM für sozial benachteiligte Kinder, gehört ein fester Stamm von zwölf Kindern, die täglich bei jedem Wind und Wetter erscheinen, um lernen zu können. An manchen Tagen kommen bis zu zwanzig Kinder, um diese Nachhilfe und Betreuung zu bekommen.

Diesen Lerneifer wollen wir gerne auch zukünftig unterstützen und der Sozialstation AHSRAM die dazu nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen.

Unser Patenschaftsprogramm läuft ebenfalls erfolgreich weiter. Neue Schüler sind hinzugekommen, andere haben ihre Schullaufbahn beendet und eine Berufsausbildung begonnen oder bei sehr guten Noten ein Studium angefangen, was nur ganz wenigen Kindern aus armen Familien gelingt. Natürlich sind wir auch weiterhin auf der Suche nach Paten, die einem Kind in schwierigen Lebensverhältnissen bessere Chancen geben wollen.

Wir danken von ganzem Herzen für die Unterstützung, die wir erfahren haben und wünschen Ihnen und uns im neuen Jahr Gesundheit, Freude  und Energie.

Sigrid Marczona                                                                          Geldern, im Januar 2020

 

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